FC Alpnach – FC Hitzkirch 3:2 (1:0)

Niederlage trotz starkem Finish

Ein Doppelschlag nach einer Stunde entschied ein zuvor an Höhepunkten armes Spiel zu Gunsten der Einheimischen. Der Schlussspurt der Seetaler kam zu spät, hätte aber durchaus noch zu einem Punktgewinn führen können.

Viele hilfreiche Hände hatten während des ganzen Tages geholfen, den Kunstrasenplatz auf dem Alpnacher Städerried vom Schnee zu befreien, so dass das auf Freitagabend vorgezogene Meisterschaftsspiel unter akzeptablen Bedingungen durchgeführt werden konnte. Einen kleinen Seitenhieb an die Adresse des FC Luzern konnte sich der Platzspeaker beim Dank an die Helfer nicht verkneifen, denn dieser hatte am Vorabend das gleiche nicht geschafft und das Super League Spiel gegen YB absagen müssen.

Als nach knapp einer Stunde Doppeltorschütze Joller und Costa innerhalb einer Minute mit zwei sehenswerten Treffern auf 3:0 erhöhten, schien die Messe gelesen. Hitzkirch tat sich gegen das spielerisch starke Alpnach schwer, in die Abschlusspositionen zu kommen. Einzig ein herrlich getretener Freistoss von Sandro Frischkopf, der genau das Lattenkreuz traf und das Gehäuse sekundenlang vibrieren liess (36.), konnte bis dahin als Torchance gewertet werden. Und nur wenige Minuten später rettete FCH-Goalie Nermin Badic mit seiner zweiten Glanztat an diesem Abend, als er mit etwas Glück und der Querlatte einen noch höheren Rückstand vermied (64.). Doch diese Aktion schien eine Art Signalwirkung für die zuvor verhaltenen Gäste zu haben. Sandro Frischkopf, sein 15. Tor im 50. Meisterschaftsspiel in der 1. Mannschaft des FCH, brachte sein Team 20 Minuten vor Schluss mit einem Flachschuss zurück ins Spiel. Sportchef Markus Lang meinte nach diesem Treffer mit humorvollem Unterton, dass Alpnach nun das Dänemark-Syndrom heimsuchen werde. Und keiner ahnte in diesem Moment, wie nahe er mit dieser Aussage der Wahrheit noch kommen sollte. Denn nach Winigers Anschlusstreffer (81.), sein Freistoss wurde noch ganz leicht abgefälscht, war’s mit der vorher gezeigten Souveränität der Obwaldner vorbei. Die Winiger-Elf legte die letzten Hemmungen ab und drängte die Einheimischen in deren Strafraum. Zweimal schien der Ausgleich perfekt, aber beide Male scheiterten die Gäste am Alpnacher Hüter Müller oder am eigenen Unvermögen. Bei der ersten dieser beiden Aktionen konnten hintereinander Frischkopf und dann im Nachschuss erst Samuel Nurmi und danach Colin Moos aus nächster Nähe nicht reussieren (86.). Und in der Schlussminute drosch Yannick Escher das Leder aus 7 Metern einen halben Meter über das Gehäuse. Der Ausgleich sollte nicht mehr fallen, am Verdikt änderte sich nichts mehr. Hitzkirch belohnte sich für die gezeigte Moral und die Aufholjagd nicht mehr. Aber der Sieg der Einheimischen war über die ganzen 90 Minuten gesehen verdient.

Am Samstag (Hegler, 18:00) trifft der FCH auf den formstarken FC Ebikon, der 5 seiner 6 letzten Spiele siegreich gestalten konnte und sich  nur vom souveränen Tabellenführer Sempach geschlagen geben musste. Nach dieser Serie sind für die Vorörtler die Aufstiegsspiele wieder in greifbarer Nähe. Trainer Markus Winiger wird gefordert sein, seinem Team wie in der Vorrunde (2:2) die richtige Marschroute vorzugeben. Wie sagte doch Youngster Sandro Frischkopf vor Beginn der Rückrunde? „Mein Ziel ist es, diese Saison kein Heimspiel mehr zu verlieren.“

Thomas Bucher

 

Alpnach – Hitzkirch 3:2 (1:0)

Städerried. – 120 Zuschauer. – SR Gilli.  – Tore: 31. Joller 1:0. 57. Joller 2:0. 58. Costa 3:0. 69. Frischkopf 3:1. 81. Winiger 3:2. – Hitzkirch: Badic; Winiger, Mulaj, Bucher, Syfrig (74. Rosenberg); Ürkmez (64. Bieri), Frischkopf Dos Santos, Moos; Escher, Amhof (65. Nurmi).

Bemerkungen: 36. Freistoss Frischkopf ans Lattenkreuz. 64. Badic lenkt Distanzschuss an Querlatte.