FC Hitzkirch – FC Küssnacht 1:5 (1:1)

Happige Heimniederlage gegen den Tabellennachbarn

Hitzkirch sündigte in der ersten Halbzeit im Abschluss schwer und wurde dafür am Ende nicht nur bestraft, sondern regelrecht gedemütigt. Den Einheimischen wurde von den Schwyzern eine Lehrstunde in Sachen Effizienz erteilt.

„Wenn sich das nur mal nicht rächen wird.“ Ein Satz, den man auf der Stehrampe von den FCH-Fans einige Male hören konnte während der ersten Stunde dieses verrückten Spiels. Aber dass es am Ende derart faustdick kommen würde für die Hegler-Elf, dachte dann doch wohl niemand. Die Winiger-Elf überzeugte in der ersten Halbzeit mit zügigem Angriffspiel und erspielte sich zahlreiche Topchancen. Sowohl Colin Moos (10.) wie auch Fabian Amhof (16.) aber fehlten die nötige Coolness, um ihre beiden Möglichkeiten in der Startphase in Tore umzumünzen. Dann fehlte Amhof aber auch das nötige Quäntchen Glück, als sein Kopfball nach einer Flanke von Ümit Ürkmez am Innenpfosten landete. Immerhin gelang Moos nach Vorarbeit von Amhof noch vor dem Wechsel der zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Ausgleich (28.). Mit dem Remis zur Pause waren die Gäste gut bedient und war ein viel zu kleiner Lohn für den Aufwand, den das Heimteam betrieb.

Auch der schönste Angriff des ganzen Spiels sollte ohne Zählbares bleiben (60.). Simon Trottmann zog mit einem Rush quer durchs Spielfeld, spielte am Strafraum Amhof an, der nach einer herrlichen Ballannahme und Drehung allein auf Janner losziehen konnte. Nur vor dem Tor versagten dem Hitzkircher Topscorer die Nerven erneut. Und so kam es eben, wie es kommen musste. Nur wenige Minuten später gingen die Gäste nach einem Missverständnis in der Abwehr der Gastgeber durch Qupi abermals in Führung. Und von diesem Schock sollte sich das Heimteam nicht mehr erholen. Die Gäste übernahmen nun das Zepter und schlugen in der Schlussphase eiskalt zu. Nochmals Qupi (76.), Mathis (86.) und Tarzia mit einem sehenswerten Sonntagsschuss (89.) schraubten das Skore in eine für die Winiger-Elf brutale Höhe. Trainer Winiger trauerte nach Spielschluss, wen wundert‘s, den vergebenen Chancen nach. „Da hätten wir unbedingt vorlegen müssen, dann hätte es wahrscheinlich auch mit dem Punktezuwachs geklappt.“ Der Plan seines Antipoden Bone Matijevic auf Küssnachter Seite jedenfalls ging auf. „Es war klar, dass Hitzkirch dieses Tempo nicht wird über die ganzen 90 Minuten durchziehen können und dass unsere Chance kommen wird.“

Bereits am Donnerstag Abend (Löösch, 20:00) hat der FCH die Gelegenheit, sich für die beiden letzten Niederlagen zu rehabilitieren. Allerdings ist Adligenswil zuletzt richtig gut in Fahrt gekommen und hat vor allem offensiv brilliert (13 Tore in 2 Spielen). Da wird eine Topleistung gefordert sein, um nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen.

Thomas Bucher

Hitzkirch – Küssnacht I 1:5 (1:1)

Hegler. – 100 Zuschauer. – SR Nikoll Kqira. – Tore: 14. Bosnjak 0:1. 28. Moos 1:1. 64. Qupi 1:2. 76. Qupi 1:3. 86. Mathis 1:4. 89. Tarzia 1:5. – Hitzkirch: Badic; Thomas Meier, Haas, Bucher, Syfrig; Ürkmez, Moos, Dos Santos, Rosenberg, Trottmann; Amhof. (Nurmi, Heer, Bieri). Küssnacht: Janner; Horat, Schilliger, Rössler; Pereira Krüsi, Tarzia, Qupi, Mathis; Bosnjak, Isikli. (Reber, Lieb, Shala, Brito Pereira, Regli, Christen).

Bemerkungen: 24. Pfostenschuss Amhof.